Die 19-er Mehrtagestour führte uns nach Vacha in Thüringen. Genauer noch, nach Dorndorf an der Werra, einem Nachbbarort von Merkers. Mit unserer altermäßig bunt gemischten Radlertruppe, von 20 bis 69 Jahren alles dabei (Durchschnittsalter 51), radelten wir einige Kilometer an der alten innerdeutschen Grenze entlang.

Am ersten Tag, Donnerstag 30.05.2019, radelten wir eine kurze Strecke (30 km) nach Bad Salzungen. Diese kleine Etappe war nur zum Einfahren gedacht. Auf dem Rückweg kehrten wir Im Canyon ein. Der Canyon liegt hier nicht im Tal sondern auf dem Berg. "Hier in der ehemaligen DDR ist das etwas anders..." meinte ein Einheimischer, den wir nach dem Weg fragten. Also quälten wir uns den Hang hinauf in den Canyon. Aber schee wars da. Der Country-Club Kieselbach hat dort einen ehemaligen Sandsteinbruch zu ihrer Location umfunktioniert. Mit Saloon, Wasserfall, einer Bühne... Alles was man zum Feiern braucht.

Am Freitag, unserem 2. Radeltag, fuhren wir eine etwas anspruchsvollere Runde an der Werra entlang über Heringen (Hessen), übern Berg zurück Richtung Vacha. Die kleine Steigung hatte es in sich. Also machten wir am Gipfel erst mal Rast. Für den Heimweg benötigten wir nur noch gefühlte 20 Minuten. Denn es rollte fast nur noch. Bereits um 14 Uhr, nach 40 km waren wir wieder an unserem Quartier. Nach einer kurzen Erfrischung wartete schon die nächste Aktion auf uns. Kanufahren war angesagt. Mit 3 Canadiern paddelten wir auf der reißenden Werra von Dorndorf bis Vacha. Neben Eisvögeln und Enten konnten wir am Flussufer einige hässliche Plastiktüten bestaunen. 

In Vacha angekommen, warteten wir auf unseren Hauswirt und Kanuverleiher. Mit ihm duften wir ein kleines Grenzmuseum besuchen. Ein alter Grenz-Wachturm wurde zum Museum umgebaut. Total interessant, aber auch bedrückend.

Für Samstag hatten wir verschiedene Optionen und entschieden uns für die Richtige! Auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse oder auch knapp neben derselbigen, fuhren wir das Feldatal hinauf. Unser Ziel war wieder einmal eine Eisdiele (wie schon am ersten und zweiten Tag). Nach knapp 15 km kamen wir an. Schon etwas geschafft, aber es ging ja nur bergauf. Aber der Weg hat sich absolut gelohnt. Die Strecke hatte keine zu knackigen Anstiege, das Wetter war perfekt, tolle Landschaft und nicht viel los. Und die Eisdiele war der Knaller! Ein ehemaliges Autohaus umgebaut zur Eisdiele! Sehr schön und sehr lecker. Nach der sehr netten Mittagsrast in der Eisdiele ging es wieder zurück, aber mit einem kleinen Abstecher zum Schönsee. Hier war er wieder. Der knackige Anstieg! Aber die Anstrengungen haben sich absolut gelohnt. Dort oben im Wald versteckt war ein kleines Naherholungsgebiet mit Badesee, kleinem Campingplatz, kleinem Imbiss usw. Total idyllisch. Und auch hier wieder nicht viel los. Nach ausgiebigen Badegängen traten wir am späten Nachmittag die Heimfahrt an. Abends aßen wir in Sulus Kneipe noch eine Pizza.

Der letzte Tag, der Sonntag, war für die Heimreise gedacht. Aber nicht ohne vorher noch auf der "olympiaverdächtigen Minigolfanlage", direkt neben unserem Quartier gelegen, ein Minigolf-Turnier auszuspielen. Nach ein paar Übungsschlägen auf der ersten Bahn ging's los. Unsere Jüngste hat die alten Säcke nach Strich und Faden abgezogen. Erst noch, "naja, ich weiß nicht, ob..." und dann schlug sie zu die Magdalena. Die weiteren Platzierungen tun nichts zur Sache. (Spaß)

Die Heimfahrt gestaltete jeder für sich. Einige besuchten noch Point Alpha, andere fuhren direkt nach Hause, andere widerum besuchten nochmal die Eisdiele vom Vortag.

 

Hat Spaß gemacht mit dieser kleinen neunköpfigen Gruppe.  (ms)